Psychotherapie
Essstörungen
Wer die Diskussionen in den Medien verfolgt und sich einmal aufmerksam auf der Straße umsieht bemerkt, dass Essstörungen zunehmen.
Und während die Magersucht nicht nur unter Film- und Fernsehstars weit verbreitet zu sein scheint, ist andererseits ein Großteil der Bevölkerung übergewichtig. Ein normales Verhältnis zum Essen scheint kaum noch jemand zu haben.
Eine Essstörung beginnt oftmals mit einer Diät. Sie ist in den meisten Fällen nicht nur für den gefürchteten Jojo-Effekt verantwortlich, der jeden Diät-Erfolg ad absurdum führt, sondern immer öfter der Weg in die Magersucht oder die Bulimie. Wer von der einfachen Diät erst einmal in eine gravierende Essstörung geschlittert ist, braucht therapeutische Hilfe. Denn obwohl Essstörungen vermeintlich etwas mit einem falsch verstandenen Körperideal zu tun haben, liegen ihre Ursachen meist tiefer.
Oft werden seelische Probleme durch die Fixierung auf Ernährung und Körper vertuscht und das angestrebte Idealgewicht lenkt nur vom eigentlichen Problem ab.
Formen der Essstörungen
Ehe eine Essstörung erkannt wird, kann viel Zeit vergehen. Schuld daran sind die verschiedenen Ausprägungen der Essstörungen und die Tatsache, dass es einfach "zum guten Ton gehört", sich um sein Gewicht und somit um sein Äußeres zu kümmern.
Die Magersucht (Anorexia nervosa) betrifft entgegen der landläufigen Meinung nicht nur Mädchen und junge Frauen, sondern auch junge Männer. Das Essen ist bei dieser Essstörung ein Feind, den es um jeden Fall zu vermeiden gilt. Zudem leiden Betroffene unter einer gestörten Wahrnehmung. Sie empfinden sich selbst dann noch als unförmig und zu dick, während sie völlig ausgemergelt sind.
Die Bulimie (Bulimia nervosa) ist eine weitere Form der Essstörung, die ebenfalls beide Geschlechter betrifft. Bulimische Menschen sind überwiegend normalgewichtig. Während sich Magersüchtige das Essen verbieten, kommt es bei den Bulimikern zu wahren Fressorgien, deren Folgen hinterher durch bewusst herbei geführtes Erbrechen ungeschehen gemacht werden sollen.
Folgen und Behandlung der Essstörungen
Eine Essstörung wie die Magersucht oder die Bulimie ist für die Gesundheit nicht weniger gefährlich, als das Übergewicht. Ebenso wie Übergewicht gravierende Folgeschäden nach sich zieht, ist es bei Magersucht oder Bulimie.
Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufkollaps, Mangelerscheinungen oder eine Herzrhythmusstörung können die Folge der Essstörung sein. Zudem führt die Mangelernährung zu Schwäche, Antriebslosigkeit und nachlassender körperlicher Leistung.
Der Weg einer erfolgreichen Behandlung der Essstörung führt über die Seele der Betroffenen. Erst wenn die grundlegenden psychischen Probleme beseitigt werden, kann sich das Essverhalten wieder normalisieren. Da Familienangehörige zu den Essgestörten oft keinen Zugang mehr finden und nicht selten Teil des Problems sind, ist schnelle und fachkundige Hilfe äußerst wichtig.
Weitere Themen der Psychotherapie sind unter anderem:
Ängste und Panikattacken
Depressionen
Schlafstörungen
Lebenskrise
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